Leine los!?
Deine Rückrufsignale: Signalwort und Geste
Bevor wir in die erste Praxislektion starten, legst du deine persönliches Rückrufsignale fest.
Das Signal kann ein Wort, ein Laut oder später auch eine Geste sein. Wichtig ist vor allem, dass es für deinen Hund eine klare und eindeutige Bedeutung bekommt.
Dein Signalwort
Wähle ein kurzes Wort, das du gerne und leicht sagen kannst.
Es muss nicht zwingend ein deutsches Wort sein. Du kannst auch ein Wort aus einer anderen Sprache verwenden. Entscheidend ist nicht die Bedeutung des Wortes, sondern die Bedeutung, die wir gemeinsam mit deinem Hund aufbauen.
Mein eigenes Rückrufsignal ist zum Beispiel „Ela“. Das ist Griechisch und bedeutet „komm“.
Was macht ein gutes Signalwort aus?
- kurz und klar
- gut aussprechbar
- auch unter Ablenkung leicht zu sagen
- wird nich im normalen Alltag verwendet
- es sollten zwei Buchstaben darin enthalten sein mit: A – E- I – O – U – Ü – Ä – Ö
- nicht mit unangenehmen Situationen verbunden
Wenn du bereits ein Signalwort verwendest, das für deinen Hund gut funktioniert und sich klar von anderen Signalen unterscheidet, kannst du dieses grundsätzlich beibehalten.
Und warum nicht zuerst der Name des Hundes vor das Signalwort?
Vielleicht kennst du es so:
„Luna, komm!“
„Balu, hier!“
Für unseren systematischen Rückrufaufbau verwenden wir den Namen des Hundes jedoch nicht vor dem Signalwort.
Der Name hat im Alltag bereits viele verschiedene Funktionen. Wir verwenden ihn, um unseren Hund anzusprechen, seine Aufmerksamkeit zu bekommen, ihn zu loben, zu ermahnen oder einfach mit ihm zu sprechen.
Dadurch wird der Name zu einem sehr allgemeinen Signal.
Unser Rückrufsignal soll dagegen eine ganz klare Bedeutung bekommen:
Orientiere dich an mir und komm zu mir.
Wenn wir zuerst den Namen sagen, kann der Hund lernen:
Name = Achtung, da kommt jetzt irgendetwas.
Das eigentliche Rückrufsignal wird dadurch weniger eindeutig.
Deshalb bauen wir den Rückruf direkt über das Signalwort auf.
Zum Beispiel:
„Ela!“ → Orientierung zu mir → Belohnung
Genau diese klare Verbindung werden wir in der ersten Praxislektion aufbauen.
Wenn du bisher Name + „komm zu mir“ verwendest, ist das überhaupt kein Problem. Wir schauen gemeinsam, welches Signal für euch sinnvoll ist und bauen es systematisch neu auf.
Und was ist mit einer Geste?
Zusätzlich zum Signalwort kannst du eine klare Geste auswählen.
Auch hier gilt: Die Geste sollte einfach und eindeutig sein und nicht bereits für etwas anderes verwendet werden.
Das kann zum Beispiel eine bestimmte Handbewegung sein.
Zu Beginn arbeiten wir mit dem Signalwort. Die Geste können wir später gezielt dazunehmen und miteinander verknüpfen.
Wichtig bis zur ersten Praxislektion
Wenn du dein Signalwort ausgewählt hast, solltest du es jetzt noch nicht ständig im Alltag verwenden.
Wir wollen vermeiden, dass dein neues Signal bereits viele verschiedene Bedeutungen bekommt oder häufig ausgesprochen wird, ohne dass etwas folgt.
Bis zu unserer ersten Praxislektion reicht es deshalb, wenn du dir Folgendes überlegst:
Mein Signalwort: ______________________
Meine Geste: __________________________
Falls du unsicher bist, welches Wort oder welche Geste für euch geeignet ist, bring die Frage einfach in die erste Praxislektion mit.
Dort schauen wir gemeinsam darauf.
